Rostock (LEN) – Im vergangenen Jahr in Berlin konnte Patrick Hausding unter anderem den Titel vom Drei-Meter-Brett gewinnen. „Mit etwas Glück kann dies auch in Rostock passieren, aber es ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte der deutsche Vorzeigespringer vor dem Auftakt der Arena Europameisterschaften im Wasserspringen. Zumal Hausding mit guten Leistungen aus der FINA Weltserie in den vergangenen Monaten an die Ostsee reisen konnte. „Ich konnte da teilweise die Russen und Chinesen schlagen. Das war auch eine gute Motivation im Hinblick auf die Weltmeisterschaften“, erklärte der 26 Jahre alte Berliner. Die Welttitelkämpfe finden vom 24. Juli bis 9. August in Kasan/Russland statt.

„Die Weltserie war aber auch anstrengend“, gestand Hausding. „Von den letzten sechs Wochen war ich fünf nicht zu Hause“, rechnete er nach, fügte aber hinzu: „Aber wir haben es auch so gewollt.“ Insgesamt wird er in Rostock in vier Wettbewerben an den Start gehen. Lediglich auf das nichtolympische Ein-Meter-Brett verzichtet er, wird aber in seinen Lieblingsdisziplinen an den Start gehen. „Vor allem das Synchronspringen vom Turm macht mir viel Spaß, nicht nur wegen der Erfolge“, meinte Hausding, der auch im Einzel vom Drei-Meter-Brett „alles geben“ will.

Nach bestandenem Abitur kann sich Tina Punzel endlich auf das Springen konzentrieren und erinnerte sich an die Titelkämpfe vor zwei Jahren an gleicher Stelle, als sie überraschend vom Drei-Meter-Brett gewann. „Als ich die Halle betrat, habe ich schon daran gedacht.“ Auch für sie ist Rostock ein wichtiger Wettkampf im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Kasan. „Dann sehe ich, wo ich im Kreis der europäischen Elite stehe.“ Zu ihren Hauptkonkurrentinnen zählt sie neben Tania Cagnotto (Italien) vor allem die Springerinnen aus Russland und der Ukraine.

Das Gastgeberteam des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) wird mit 13 Athleten an den Start gehen. „Wir mussten allerdings bei Sascha Klein und einem Einzelstart vom Turm die Reißleine ziehen“, sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Sascha Klein laboriert an einer Rückenverletzung und musste bereits in der Weltserie zum Teil aussetzen. Die am Ellbogen verletzte Christina Wassen wird bereits am Mittwoch dieser Woche in der Charité in Berlin operiert werden. „Wir hoffen, dass sie bis zu WM in Kasan wieder fit ist“, sagte Lutz Buschkow.