Rostock (LEN) – Erstmals seit 65 Jahren konnten Frankreichs Wasserspringerinnen wieder eine EM-Medaille gewinnen. Mit Silber vom Turm (323,60) beendete Laura Marino bei den Arena Europameisterschaften im Wasserspringen in Rostock diese Durststrecke bei der „Equipe Tricolore“. Zuletzt hatten 1950 bei den Titelkämpfen in Wien Nicole Pelissard (ebenfalls vom Turm) und Madeleine Moreau (vom Drei-Meter-Brett) sogar Gold gewonnen.

Die EM in Wien bedeutete damals für Frankreich auch das vorläufig Ende einer erfolgreichen Ära. Insgesamt sechs Medaillen (viermal Gold, je einmal Silber und Bronze) hatten die französischen Wasserspringerinnen bei den beiden ersten Titelkämpfen nach dem Zweiten Weltkrieg gewonnen. In Monte Carlo 1947 hatten Moreau und Pelissard ebenfalls Gold gewonnen. Außerdem gab es dort noch Bronze für Jeanne Aubert-Pinci vom Drei-Meter-Brett. Pelissard gewann in Wien 1950 noch zusätzlich Silber vom Drei-Meter-Brett.

Da Matthieu Rosset in Rostock 2015 bereits Gold vom Ein-Meter-Brett (433,80) gewonnen hat, könnte Frankreich mit dem Gewinn einer weiteren Medaille bei den diesjährigen Titelkämpfen mit seiner dann 25. Medaille bei Europameisterschaften ein kleines „Silberjubiläum“ feiern.

Bislang gab es für Frankreich bei Europameisterschaften insgesamt achtmal Gold, sechsmal Silber und zehnmal Bronze.