Edith und Klaus Manrau gehören beim Wasserspringen und in der Schwimmhalle Neptun zum „Inventar“. Foto: Dieter HeroldEdith und Klaus Manrau sind aus der Neptun-Halle nicht wegzudenken

Rostock - Ob Internationaler Springertag oder Europameisterschaften, Edith und Klaus Manrau fehlen nie unter den fleißigen Helfern im Team von Organisations-Chef Andreas Kriehn. Der sagt: „Auf die beiden ist Verlass, schließlich kommen sie sportlich selbst aus dem Wasser-Metier.“

Die gegenwärtigen EM sind Edith Manraus 37. Einsatz. 35 von bisher 60 Springertagen zuzüglich der EM 2013 und 2015 hat sie bisher mitgemacht. Kein Wunder, dass sie die „Inventar-Nummer“ eins unter Kriehns Helfern trägt. Organisation und Koordination der An- und Abreisen, Übernachtungen sowie das ganze Drum und Dran in Sachen Finanzen gehören zu ihren Aufgaben.

„Die teile ich mir mit Hannelore Staker. Im Org.-Büro sind wir ein tolles Team. Einer unterstützt den anderen“, sagt sie. Ehemann Klaus, ebenfalls Jahrgang 1941, ergänzt: „Es muss ein Rädchen in das andere greifen. Schließlich hat Rostock hinsichtlich der Organisation einen ausgezeichneten Ruf. Der will natürlich immer verteidigt werden. Da kommt es auf Kleinigkeiten an.“

Natürlich auch auf logistische Fähigkeiten. Die An- und Abreise von über 200 Aktiven aus 19 Ländern punktgenau hinzubekommen ist schon eine Herausforderung. Der stellt sich die gern Fahrrad fahrende und in ein Frauen-Sportstudio gehende, ehemals im alten SC Empor und im PSV Rostock tätige Edith Manrau gern. Ihr Motto: „Ankommen ohne Unfall ist Pflicht, Schnelligkeit der Fahrer Richtung Berlin-Tegel oder -Schönefeld, Hamburg oder Rostock-Laage spielt dabei eine untergeordnete Rolle.“

Gatte Klaus – die beiden sind nun bereits über die Goldene Hochzeit hinaus – ist ebenfalls mit der Schwimmhalle Neptun verwurzelt: Ex-Rückenschwimmer, Trainer im SC Empor und PSV, der früher sogar Trainingspläne für die Raelert-Brothers schrieb und deshalb im TC FIKO bei den Triathleten landete. Auch er gehört quasi zum Inventar: Am 1. September 2009 beging er „50 Jahre Schwimmhalle“ als Aktiver und Coach.

Edith und Klaus Manrau müssen für die Europameisterschaften eines ihrer Hobbys sausen lassen. „Meine Frau ist ja von morgens bis abends im Einsatz. Vormittags fahre ich schnell in den Garten, um zu wässern. Aber wenn die EM vorbei sind, gehen wir wieder unserem liebsten ,Kind’ nach“.