Europameister Martin Wolfram strahlt nach seinem Sieg im Finale vom Turm mit seiner Goldmedaille. Foto: Jens Büttner/dpaEM-Gold durch Wolfram im Einzel sowie Hausding/Klein im Synchron

Rostock - Martin Wolframs Gold und das Sieges-Abo des Synchron-Duos Patrick Hausding/Sascha Klein haben für ein versöhnliches deutsches Ende der Europameisterschaften im Wasserspringen in Rostock gesorgt.

Nach mageren Tagen für das gesamte Team und drei Jahren persönlicher Leidenszeit mit schweren Verletzungen polierte Wolfram mit seinem grandiosen Sieg vom Turm die Bilanz als Erster auf. „Da habe ich ein ziemlich großes Ding gerissen. Von meinem ersten Titel habe ich immer geträumt. Und dann auch noch bei meinem Comeback! Mir fehlen die Worte“, sagte der Dresdner.

Die Weltmeister schafften ihren achten EM-Titel in Serie. Hausding ist nun mit zwölf EM-Titeln und 26 Medaillen insgesamt der erfolgreichste europäische Springer überhaupt.

Tina Punzel und Nora Subschinski überzeugten als Zweite vom Drei-Meter-Brett. Punzel wurde zudem Dritte im Einzel.

„In den olympischen Disziplinen waren wir bei den Männern stark. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt, dass sie auch an den negativen Erlebnissen gewachsen ist“, sagte Chefbundestrainer Lutz Buschkow.

Hausding/Klein lagen nach einer fast fehlerfreien Vorstellung 22,26 Punkte vor ihren russischen Hauptkonkurrenten Roman Ismailow/ Viktor Minibajew. „Der Vorkampf war noch durchwachsen, im Finale waren wir da. Jeder hat das achte Gold erwartet, das hat es schwierig gemacht“, so Hausding.

Tina Punzel verpasste vom Drei-Meter-Brett den Sieg um 19,30 Zähler. Tania Cagnotto sicherte Italien einen Olympia-Quotenplatz für Rio de Janeiro 2016. „Wenn man nach dem dritten Sprung vorn liegt, liebäugelt man mit mehr. Aber meine Schlusssprünge muss ich verbessern“, sagte Punzel.

Punzel/Subschinski überzeugten hinter den Siegerinnen Tania Cagnotto/Francesca Dallapé (Italien). „Wir haben auf eine Medaille gehofft. Dass es Silber wurde, ist super“, sagte Subschinski.